Heiz- und Klimasysteme
für Bau-, Land- und Sonderfahrzeuge.
Sirocco baut seit 1959 in Kleve die Technik, die eine Fahrerkabine warm, kühl und beschlagfrei hält. Heizungen, Klimamodule, Luftauslässe und Belüftung entstehen im eigenen Haus, ausgelegt auf Ihren Bauraum, Ihre Heizlast und Ihr Bordnetz.
Vier Systemgruppen für die Fahrerkabine
Heizung, Klimatisierung, Luftauslässe und Belüftung entwickeln wir im selben Haus. Das ist weniger ein Verkaufsargument als eine praktische Frage: Wer die Luftführung kennt, legt auch den Wärmetauscher richtig aus. Sie können jede Gruppe einzeln beziehen oder das abgestimmte Gesamtsystem.
Heizsysteme für Fahrerkabinen
Kabinenheizungen für Baumaschinen, Gabelstapler, Landmaschinen und Sonderfahrzeuge, elektrisch betrieben oder über den Motorkühlkreislauf. Heizleistung, Gebläse und Luftverteilung legen wir auf den vorhandenen Bauraum aus. Gebaut ist die Einheit für Dauerbetrieb unter Vibration, Staub und Nässe.
Heizsysteme ansehen →Klimasysteme und Klimamodule
Klimamodule nach Kundenspezifikation, auch für Kabinen, in denen kein Standardgerät mehr Platz findet. Die Auslegung beginnt bei der tatsächlichen Kühllast Ihrer Fahrzeugklasse und beim Einbauort, nicht bei einem Katalogwert.
Klimasysteme ansehen →Luftauslässe und Düsen
Luftauslässe aus eigener Entwicklung, geprüft mit eigenen Testverfahren auf Volumenstrom und Geräuschentwicklung. Geometrie, Schwenkbereich und Befestigung passen wir an Ihre Kabine an.
Luftauslässe ansehen →Belüftung und Gebläse
Gebläse und Belüftungseinheiten in Serien- und Sonderausführung, vom einzelnen Lüfter bis zum abgestimmten Belüftungskonzept. Welche Variante zu Ihrer Kabine und Ihrer Stückzahl passt, klären wir vorab.
Belüftung ansehen →Sonderentwicklung nach Spezifikation
Passt nichts aus dem Programm, entwickeln wir das System neu: Konzept, Auslegung, Prototyp, Erprobung, Serienbetreuung. Auch dann, wenn am Ende nur die Einbaulage das eigentliche Problem war.
Engineering ansehen →Komponenten und Ersatzteile
Gebläse, Schläuche, Düsen und Zubehör für Werkstätten, Instandhalter und Aufbauhersteller. Bestellbar über den B2B-Shop, Lagerartikel gehen ab Kleve raus.
Zum Industriebedarf →Wie ein Projekt bei uns abläuft
Die meisten HVAC-Projekte werden nicht an der Technik teuer, sondern an der Reihenfolge. Kommen Bauraum, Heizlast und Termin erst nach dem Kabinendesign zusammen, wird jede Änderung zur Konstruktionsschleife. Deshalb klären wir zuerst, was das System können muss.
Anfrage und Klärung
Fahrzeugtyp, verfügbarer Bauraum, Bordnetz, Einsatzprofil, Zieltermin. Aus dem Gespräch entsteht ein Lastenheft, auf das sich beide Seiten später berufen können.
Technische Auslegung
Heiz- und Kühlleistung, Gebläse, Luftkanäle, Einbaulage. Dazu die Frage, was sich in Ihrer Stückzahl wirtschaftlich fertigen lässt und wo eine bestehende Baugruppe genügt.
Muster und Erprobung
Wir bauen den Prototyp und prüfen ihn unter Realbedingungen: Temperatur, Vibration, Staub, Dauerlauf. Was auffällt, geht in die Konstruktion zurück, bevor Werkzeuge entstehen.
Serienanlauf
Fertigung in Kleve mit 100 % Endkontrolle und dokumentierten Prüfschritten. Die Abrufe stimmen wir auf Ihre Fertigungsplanung ab, nicht auf unsere Losgrößen.
Ersatzteile und Nachversorgung
Nach dem Serienstart hört die Zusammenarbeit nicht auf. Ersatzteile halten wir über die Fahrzeuglaufzeit vor, damit im Feld nicht das ganze System getauscht werden muss.
Sonderentwicklung im Detail
Welche Unterlagen wir für ein Tailor-Made-Projekt brauchen, wie die Erprobung abläuft und womit Sie zeitlich rechnen sollten.
Zu Sirocco Engineering →Was Sie bei einem Katalogzulieferer nicht bekommen
Eine Baugruppe kann man überall kaufen. Interessant wird es bei der Entscheidung davor: welche Leistung wirklich nötig ist, wo die Luft hin soll und was passiert, wenn das Fahrzeug in acht Jahren ein Ersatzteil braucht.
Fragen aus der Praxis
Welche Fahrzeuge rüsten Sie aus?
Bau- und Landmaschinen, Gabelstapler und Flurförderzeuge, Kommunal- und Forstfahrzeuge, Sonderfahrzeuge sowie Nutzfahrzeugaufbauten. Entscheidend ist nicht der Fahrzeugtyp, sondern die Kabine: Bauraum, Heizlast und Bordnetz bestimmen, welches System passt.
Was brauchen Sie für eine erste Einschätzung?
Fahrzeugtyp, ein Maß für den verfügbaren Bauraum, die Spannungsebene (12 V oder 24 V) und Ihren Zeitrahmen. Zeichnungen helfen, sind für den Einstieg aber nicht nötig. Zurück kommt eine technische Rückmeldung, kein Standardangebot.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich eine Sonderentwicklung?
Das hängt am Werkzeug- und Erprobungsaufwand, nicht an einer festen Stückzahl. Häufig genügt die Anpassung eines bestehenden Systems. Wenn das der günstigere Weg ist, sagen wir Ihnen das auch dann, wenn die Sonderlösung für uns das größere Projekt wäre.
Wie lange dauert es bis zum Serienstart?
Sobald das Lastenheft steht, nennen wir einen Terminplan für Muster, Freigabe und Serienstart. Die Dauer bestimmt vor allem der Erprobungsumfang: Ein angepasstes System ist deutlich schneller in der Serie als eine Neukonstruktion mit eigenen Werkzeugen.
Liefern Sie auch einzelne Komponenten?
Ja. Gebläse, Luftauslässe oder Wärmetauscher können Sie einzeln beziehen, ohne ein komplettes System zu kaufen. Für Werkstätten und Instandhalter läuft das über den B2B-Shop.
Wie lange gibt es Ersatzteile?
Über die Fahrzeuglaufzeit. Bei Serienprojekten legen wir die Nachversorgung von Anfang an mit fest, damit ein defektes Bauteil später nicht den Tausch der gesamten Baugruppe erzwingt.
In welche Länder liefern Sie?
In ganz Europa. Versand und Abrufe laufen über unseren Standort Kleve am Niederrhein, direkt an der niederländischen Grenze.
Wie bekomme ich ein Geschäftskunden-Konto?
Über den Händlerantrag mit Firmendaten und Umsatzsteuer-ID. Nach der Prüfung sehen Sie Ihre Einkaufspreise direkt im Shop.
HVAC-Technik für Industrie- und Nutzfahrzeuge
Sirocco ist ein Hersteller thermischer Systeme für Fahrerkabinen, gegründet 1959 in Kleve am Niederrhein. Entwickelt und gefertigt werden Heizsysteme, Klimamodule, Luftauslässe und Belüftungseinheiten für Baumaschinen, Landmaschinen, Gabelstapler, Kommunalfahrzeuge und Sonderfahrzeuge. Die Auslegung erfolgt fahrzeugspezifisch nach Bauraum, Heiz- und Kühllast sowie Bordnetz, die Fertigung in Serie am eigenen Standort mit Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015.
Was ein HVAC-System im Nutzfahrzeug leisten muss
Eine Fahrerkabine im Industrieeinsatz ist ein schwieriger Raum: viel Glas, wenig Volumen, ständig wechselnde Türöffnungen und eine Person, die acht Stunden darin arbeitet. Im Winter zählt vor allem die Zeit bis zur freien Sicht. Ein Radlader, der um fünf Uhr morgens startet, muss die Scheibe in wenigen Minuten frei haben, sonst steht das Fahrzeug. Im Sommer geht es um die Kühllast durch Sonneneinstrahlung und durch die Wärme von Motor und Hydraulik. Beides hängt an derselben Größe: dem Luftvolumenstrom und daran, wo dieser Volumenstrom in der Kabine ankommt.
Deshalb betrachten wir Heizung, Klimatisierung und Luftführung nicht als drei getrennte Beschaffungspositionen. Ein sauber ausgelegter Wärmetauscher bringt wenig, wenn die Luft an der Scheibe vorbeigeführt wird.
Elektrische oder wassergeführte Kabinenheizung?
Beide Bauarten haben ihre Berechtigung, und die Entscheidung fällt meist über die Antriebsart und das Einsatzprofil des Fahrzeugs.
| Kriterium | Elektrische Heizung | Wassergeführte Heizung |
|---|---|---|
| Wärmequelle | Bordnetz beziehungsweise Batterie | Motorkühlkreislauf |
| Wärme verfügbar | direkt nach dem Einschalten | sobald der Motor auf Temperatur ist |
| Leistungsgrenze | verfügbare elektrische Leistung | Kühlmitteltemperatur und Durchsatz |
| Typischer Einsatz | Elektro- und Batteriefahrzeuge, Zusatzheizung, kleine Kabinen | Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Dauerbetrieb |
| Aufwand im Fahrzeug | Absicherung und Leitungsquerschnitt | Vor- und Rücklauf, Ventil, Entlüftung |
In der Praxis entstehen häufig Mischformen, etwa eine wassergeführte Grundheizung mit elektrischer Unterstützung für die Warmlaufphase. Welche Variante bei Ihrem Fahrzeug sinnvoll ist, lässt sich nach einem kurzen Blick auf Kabinenvolumen, Verglasung und Betriebszyklus meist schnell sagen.
Klimatisierung in Fahrerkabinen
Bei der Klimatisierung ist der Einbauort oft die härtere Randbedingung als die Leistung. Dach, Rückwand oder Unterflur bringen jeweils andere Anforderungen an Kondensatführung, Schwingungsentkopplung und Wartungszugang mit. Wir legen Klimamodule deshalb zusammen mit dem Kabinenbauer aus und nicht gegen eine fertige Geometrie. Für OEM-Projekte heißt das: früh eine Einbaulage festlegen, dann die Leistung darauf auslegen.
Luftauslässe entscheiden über den Rest
Luftauslässe sind das Bauteil, das die Bedienerin oder der Bediener täglich anfasst, und gleichzeitig das Bauteil, das am häufigsten unterschätzt wird. Ein zu enger Querschnitt erzeugt Geräusch, eine falsche Ausrichtung führt Warmluft am Fahrer vorbei. Wir entwickeln unsere Auslässe selbst und prüfen sie mit eigenen Testverfahren auf Volumenstrom und Geräuschentwicklung, statt Werte aus Datenblättern Dritter zu übernehmen.
Sirocco als Entwicklungspartner
Der Unterschied zum Katalogkauf zeigt sich meist im zweiten Projektjahr. Serienbetreuung, Änderungsstände, Ersatzteile: Das sind die Punkte, an denen ein Zulieferer entweder erreichbar ist oder nicht. Entwicklung, Musterbau und Fertigung liegen bei uns an einem Standort, Ansprechpartner haben eine Durchwahl, und Ersatzteile bleiben über die Fahrzeuglaufzeit verfügbar.
Schicken Sie uns Ihre Anforderung mit Fahrzeugtyp, Bauraum und Zeitrahmen. Sie bekommen eine technische Einschätzung und einen offenen Hinweis, ob ein bestehendes System angepasst werden kann oder eine Sonderentwicklung der bessere Weg ist. Telefonisch erreichen Sie den technischen Vertrieb unter +49 2821 7809-0.
Fahrzeuge, für die wir auslegen
Projekt anfragen
Fahrzeugtyp, Bauraum, gewünschte Leistung und Zeitrahmen genügen für den Einstieg. Sie bekommen eine Einschätzung von jemandem, der die Systeme selbst auslegt.
